Die FREIbeuter von Gibraltar.

Seemannklein

Es ist Sonntagmorgen und draußen im Hafen, wo das europäische Festland ins Meer übergeht, um nur 20 Kilometer weiter südlich als afrikanischer Kontinent wieder aus dem Wasser aufzusteigen, drängt sich eine handvoll Mittzwanziger, überwiegend osteuropäischer Herkunft, um einen Haufen Müll, der mit etwas Phantasie als Boot durchgehen kann.

Um an diesen Ort zu gelangen bin ich am Ende des Yachthafens nur unweit der teuren Schiffe über eine schulterhohe Mauer geklettert und von dort aus zwischen Fischkadavern und Abfällen den Weg entlang der Hafenmole in Richtung Wasser gelaufen. Genau so hatte man es mir am Abend zuvor auf eine Serviette aufgemalt. Der Novemberwind weht mir frisch ins Gesicht, ich trage Kapuzenpullover und Flip Flops. Ich nähere mich der losen Versammlung, die ihre großen Rucksäcke sowie Fundstücke aus dem Meer in ausgeliehenen Einkaufswagen transportiert.

pirates1klein
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