maria_kl

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Ende.

Als Valeria ihr Zelt öffnet, sieht alles nach einem ganz normalen Tag aus. Die Idylle des kleinen Sees wirkt so, als hätte man ein übergroßes Bilderbuch vor ihr aufgeschlagen. Dass es bei der Schlafplatzsuche auch anders laufen kann, hatte sie in den letzten Wochen oft genug erlebt. Wo wird sie heute schlafen?

Ein kleiner Vogel durchschneidet fröhlich pfeiffend das Band ihrer Gedanken. Seine Töne strotzen vor Lebendigkeit und irgendetwas sagt ihr, dass er nicht von gestern oder morgen, sondern vom Hier und Jetzt singt. Ihre Lieblingsjahreszeit – der Herbst – war in den letzten Zügen und unter den Bäumen hatte Mutter Natur einen dicken Teppich aus rot-gelb-braunen Blättern ausgerollt.

Ein langer Weg bis zum nördlichen Ende des Kontinents lag noch vor ihr, aber die erste große Prüfung hatte sie bereits bestanden – sie war entgegen aller guten Ratschläge und Zweifel losgefahren. Wie lange hatte Sie nur davon geträumt? Nun war sie tatsächlich unterwegs: selbstbestimmt, lebendig und für eine argentinische Frau war das alles andere als normal. Während der kleine Campingkocher mit seinem Fauchen und dem einmaligen Geruch aus Campinggas und Kaffee die Morgenstille erfüllt, klettert die Sonne über die Baumwipfel. Mit einer Tasse Kaffee in der einen, dem Handy in der anderen Hand, macht sie ein Foto, das sie ihrer Mutter im rauen Süden Patagoniens schickt. Eines der wenigen familiären Rituale, das sie versprochen hatte einzuhalten. Immer noch spürbar ist die Sorge ihrer Eltern, die sie am Telefon oberflächlich zu überdecken wissen. Aufgeregt erzählen sie ihr dann, dass das ganze Stadtviertel mitfiebert und wissbegierig auf neue Fortschritte der großen Abenteurerin wartet. So etwas hatte die kleine Großsstadt am Ende der Welt noch nicht erlebt.

Gekonnt schiebt sie ihr vollbepacktes Rad durchs Gebüsch zurück auf den Weg und sucht nach der einsamen Straße, die ihr der Obstverkäufer gestern empfohlen hat. „Kein Verkehr und die Schönheit des Nationalparks hast Du ganz für dich alleine“, hatte der alte Mann ihr zugeflüstert, als würde er ein Geheimnis mit ihr teilen. Nach wenigen Kilometern erreicht sie das schmale, brüchige Asphaltband, das sich entlang einer Hügelflanke über die Wälder des Naturschutzgebiets erhebt. Still dankt sie dem Alten für sein Wohlwollen und das Glück, welches sie hierher geführt hat.

In der heraufeilenden Mittagsssonne versinkt sie, wie so oft zu dieser Tageszeit, tief in ihren Gedanken. Dann denkt sie weiter, was bisher liegen blieb. Manchen Knoten konnte sie so schon lösen, andere neue entstanden auf diese Weise. Für all das war kein Platz in ihrem alten Leben gewesen.

Ein entferntes Brummen lässt sie aufhorchen und reflexartig ist sie hellwach. Vielleicht ein Bauer auf seinem Traktor? Aber hier? Kurz darauf schiebt sich ein LKW in ihr Blickfeld. Irritiert darüber, dass der riesige Klotz keinerelei Anstalten macht auszuweichen, drückt sie sich soweit sie kann an eine kleine Mauer am Straßenrand. Was war los, hatte der Fahrer sie denn nicht gesehen?

Shit. Bumms. Stille. Mit Verzögerung kommt der LKW zum Stehen. Zu spät. Hier, weit weg von ihrem Zuhause auf einer einsamen Straße endet Valerias Reise — ihr Traum und ihr Leben.

Martina und ich sitzen in dem dunklen Raum vor einem leuchtenden Computerbildschirm. Es war die Geschichte ihrer Tochter Valeria , die sie mir gerade erzählt hat. Vor wenigen Monaten ist sie auf ihrer Radreise Richtung Norden ums Leben gekommen. Überfahren von einem LKW, wo gar keiner hätte sein dürfen. Ein unausgesprochenes „Warum?“ hängt in der Luft. Wer sich auf die Suche nach einer Antwort darauf macht, der kann nur verlieren. Schicksale dieser Art lassen vermuten, dass die Wendungen des Lebens keiner geistigen Logik folgen. Wenn sie es doch tun, dann in „keimfreien“ Zonen, in denen die Lebendigkeit schon lange nicht mehr zu Gast ist.

Martina und ihr Mann André begegnen dem Schicksal auf eindrucksvolle Weise. Sie nehmen Radreisende bei sich, in der letzten Stadt des argentinischen Festlands, auf. Liebevoll sorgen die beiden für mich. Es kommt mir fast vor, als könnten sie auf diese Weise der Tragödie, die ihr Leben heimgesucht hat, einen Sinn schenken.

Gemeinsam sehen wir Valerias Fotos durch. Es ist ein seltsames Gefühl soweit in das Leben einer Fremden einzutauchen. Bild für Bild, Tag für Tag, reisen wir mit ihr, sehen Landschaften, Menschen, Regen und Sonne über den Bildschirm huschen. Ich kenne diese Bilder. Es könnten meine eigenen sein und irritiert stelle ich fest, dass auch das Ende meiner Geschichte hier hätte erzählt werden können. Mal voller Stolz, dann wieder leise mit brüchiger Stimme und längeren Pausen, berichtet Martina aus der Erinnerung von den Telefonaten mit ihrer Tochter. Ich sitze daneben, versuche da zu sein, ohne zu tief einzutauchen in die Dunkelheit, die den kleinen Raum um uns herum ausfüllt. Manchmal wünschte ich besser Spanisch gelernt zu haben. Dabei ist das einzige Wort, das mir hier einfällt, wahrscheinlich auch das treffenste: triste (= traurig).

Dann huscht das letzte Bild über den Monitor. Eine einsame Straße in malerischer Landschaft, ein friedlicher Ort. Ende. Wir schweigen eine Weile mit feuchten Augen, in denen sich das Bild reflektiert.

Ich ertappe mich dabei, dass ich die Luft angehalten habe. Wie lange, weiß ich nicht. Dann gebe ich nach und lasse sie entweichen und auch Lucia atmet hörbar aus.

Da war es also, das Ende meiner Fahrradreise. Nach den letzten wilden Wochen in den patagonischen Anden, war ich durch das eintönige Pampaland zurück zum Atlantik gefahren. Soviel Nichts hatte mich selbst bei der Atlantiküberquerung im Segelboot nicht umgeben. Hier war niemand zu Hause als der Wind, der seine ganze Aufmerksamkeit den wenigen Gästen schenkt. Dahinter liegt nur noch Feuerland, eine Art Insel und Tor in die Antarktis. Die wenigen Tage reichten nicht mehr, um mit dem Fahrrad bis zum Flughafen zu fahren. Auf gewisse Art und Weise war ich froh, dass es nun zu Ende war, denn der Schwamm zwischen meinen Ohren hatte sich vollständig aufgesaugt. Mein Rad und meine Ausrüstung habe ich einem jungen Franzosen vermacht, der sie in wenigen Wochen hier abholt um damit nach Norden aufbricht, so wie vor ihm Valeria . Mein Vorsatz die Heiligtümer der letzten Monate zu verschenken hatte sich komplizierter herausgestellt als erwartet. Die einzigen Bedingungen (Abholung vor Ort und Reisepflicht) schienen potentielle Interessenten zu überfordern. Ein Iraner fragte mich per E-Mail, ob ich ihm das Rad nicht nach Teheran schicken könnte. Ein anderer Interessent wollte wissen, ob ich eine Garantie für die Qualität aussprechen könne. Immer wieder wurde mir empfohlen, es einfach besser zu verkaufen. Im Materialvakuum von Südamerika wäre es ein leichtes, die löchrige Reisekasse mit ein paar hundert Dollar zu stopfen. Um ehrlich zu sein, hatte ich hin und wieder mit dem Gedanken gespielt, ihn aber schlussendlich verworfen. Trotzdem fühlt es sich nun komisch an, all das zurück zu lassen. Nur ein paar Andenken, die Tagebücher und Glücksbringer, trage ich in meinem großen Seesack.

In aller Frühe stehen wir gemeinsam an der Busstation. Meine Gastgeber haben es sich nicht nehmen lassen in der Dunkelheit mit mir aufzustehen und mich hier her zu bringen. Ein paar Empanadas und die süßen Alfajores vom besten Bäcker der Stadt habe ich in meiner Tasche als ich den Bus betrete, der mich quer durch Feuerland zum Flughafen bringt. Als er sich endlich in Bewegung setzt, winken mir die beiden zu. Wie in einer Überblendung sehe ich an ihrer Stelle für einen kurzen Moment meine eigenen Eltern. Dann wechselt das Bild und ich sehe mich selbst, wie ich eines Tages meinen Kindern zum Abschied auf ihre Reisen winken werde, ohne zu wissen, ob es ein „Auf Wiedersehen“ oder ein „Lebe wohl“ sein wird. Der Bus biegt ab und die Bilder verschwinden. Was bleibt, ist ein Kloß im Hals. Ich schlinge die Arme fest um mein großes Lunchpaket und habe Heimweh.

Von der Seite schiebt sich eine Hand mit einem Matebecher ins Bild. Erst jetzt entdecke ich den Mann, der daran hängt und wohl schon eine Weile neben mir sitzt. Er ist eins jener Exemplare, deren Alter schwer zu schätzen ist. Weiche jugendliche Züge werden von einem adretten Haarschnitt mit gräulich schimmernden Schläfen eingerahmt. Dazu trägt er eine altmodische Brille,  hinter der zwei tiefschwarze, wache Augen liegen, die mich freundlich mustern. „Willst du Mate?“, fragt er. Etwas zurückhaltend nehme ich den Becher, sauge an dem Metallstrohhalm und genieße, wie der erdig-bittere Geschmack meinen Körper von der Kehle aus entspannt. Der Fremde stellt sich als Javier vor. Er ist Pfarrer einer kleinen Gemeinde am Ende der Welt und unterwegs zu einem Hausbesuch.

„Waren das deine Eltern?“, will er wissen. Ich frage mich, was er wohl alles gesehen hat und bringe ein langgezogenes „Neee“ heraus.  „Sie sahen traurig aus“, sagt er während ich ihm die Tasse zurück gebe. Ich nicke und fange an zu erzählen. Von meiner Reise, die vor 15 Monaten auf der anderen Seite des Ozeans begann. Glücklicherweise spricht Javier in etwa so gut Englisch wie ich Spanisch. Als ich am Ende angekommen bin, erzähle ich von meinem Fahrrad, von Valeria, ihren Eltern, und davon wie seltsam sich Abschiede doch anfühlen.

Er reagiert in einer Weise, die ich selber gerne besser beherrschen würde: Er schweigt. Für eine Weile beobachtet er konzentriert den feinen Dampf, der von seinem Teebecher aufsteigt. Dann fragt er mich, ob ich möchte, dass er etwas dazu sagt. „Sicher“, sage ich. „Je länger ich Menschen begleite und beobachte was ihnen, mir selbst und um uns herum so passiert, desto mehr bekomme ich das Gefühl in alldem ein Muster zu erkennen.“ „Ein Muster?“, frage ich und fürchte bereits, es gehe um Schuld, Sühne oder ähnliches aus dem Vereinsjargon. Lächelnd antwortet er „Man könnte es wohl auch das Drama der menschlichen Existenz nennen. Stell dir vor: Reisen, Arbeiten, Partnerschaft, Kinder kriegen und eigentlich alles, was uns umgibt folgt der gleichen Struktur. Es kommt in unser Leben, bleibt eine Weile und geht irgendwann.“ „Hm, klingt logisch“, sage ich und hatte eigentlich mehr erwartet.

Er erklärt weiter: „Die Natur, der wir trotz aller Technologie und aufwendiger Verkleidung angehören, macht es uns vor. Wie von Zauberhand entsteht in deinem Vorgarten aus einem kleinen Samen ein Bäumchen. Du pflegst ihn, isst seine Früchte und mehr und mehr wird er von einem Baum, zu deinem Baum. Eines Tages kommt der Wind und reißt ihn um. Jetzt ist er weg. Für die Natur ist das der natürliche Lauf der Dinge. Für uns Menschen ist das ein Drama.“

„Und warum ist das so?“, frage ich. „Darauf habe ich noch keine Antwort“, sagt er und breitet dabei die Hände aus. „Bei meiner Arbeit begegnen mir Trauer und Schmerz sehr häufig. Eine Zeitlang kam es mir vor, als würden sie morgens mit mir aufstehen und abends mit mir in Bett steigen. Ich habe beschlossen, sie als Erinnerung daran zu sehen, dass ich noch am Leben bin. Kannst Du dem Leben denn überhaupt näher sein als auf diese Weise davon berührt zu werden?“

Ich verspüre den Impuls, etwas intelligentes sagen zu wollen, scheitere aber auf dem Weg dahin. Stattdessen schaue ich aus dem Fenster und wundere mich, wie gut der Fremde meine Misére auf den Punkt gebracht hatte. In einem kleinen Dorf auf halber Strecke steigt Javier aus, verabschiedet sich freundlich und sagt, ich solle vorbei kommen, wenn ich mal wieder am Ende (der Welt) sei. Ich lächele und schaue ihm nach, wie er in der Dämmerung verschwindet.

Sechzehn Stunden dauert die Fahrt insgesamt, was angesichts der läppischen 300 Kilometer, die wir zurückgelegt haben, absurd wirkt. Der Grund dafür liegt nicht etwa in der maroden Infrastruktur, sondern vielmehr darin, dass Feuerland und seine einzige Straße halb zu Chile und halb zu Argentinien gehört und die zweimal zu überquerende Landesgrenze bürokratisch versorgt ist als wolle man nach Nord- (Amerika) Korea einreisen.

Auf den letzten Kilometern fühlt sich ein junger spanischer Mitreisender im Bus dazu berufen, uns mit seiner Ukulele und „This is the end“ von The Doors auf das Kommende vorzubereiten. Der Funke mag aber nicht so recht auf uns überspringen. Als ich durch die offene Bustür steige, fliegen mir dicke Flocken ins Gesicht. Außerhalb des Lichtkegels einer schwachen Straßenlaterne scheint die Welt tatsächlich zu enden. Ich halte meinen Gepäckschein in der Hand und warte, während sich der Gepäckraum langsam leert. Ich bin der Letzte und der Fahrer will die Türe bereits schließen. Er blickt mich fragend an, denn mein Seesack ist nicht dabei.

Mein Herz pocht. Für einen Moment bröckelt die coole Fassade des argentinischen Busfahrers, während er versucht zwischen den Schneeflocken den Gepäckschein auf Echtheit zu prüfen. In einer imaginären Sprechblase mit-ohne Inhalt ploppt die typisch argentinische Standardphrase Nr.1 auf: „Ich hab damit nichts zu tun“, gefolgt von Phrase Nr.2 „mañana (= morgen)“, kehrt er ohne Umwege zurück in sicheres Fahrwasser. Der junge Spanier aus dem Bus klinkt sich in das Gespräch ein. Ich lausche den unterschiedlichen Klängen, der harten, präzisen Aussprache des Spaniers und den müden ausweichenden Antworten des Busfahrers. Schließlich endet das Gespräch mit dem Ausruf des Spaniers, dass es kein Wunder sei, dass Argentinien derart am Arsch ist, wenn Typen wie er keinerlei Verantwortung übernehmen würden. Kurz scheint das Temperament des Busfahrers aufzulodern, bevor er sich dann doch abwendet und geht. Fuck. Ich bin zu müde für diesen mañana-Mist. Ich packe meine Habseligkeiten unter die Jacke, ziehe den Kragen hoch und gehe los. Keine Ahnung wohin, schließlich war ich noch nie am Ende der Welt. Aus dem Flockenvorhang schält sich ein Schild, das von einer Batterie von Scheinwerfern angestrahlt wird. Hier ist das symbolische (touristische) Ende der Welt markiert. Ich hatte es schon oft auf Fotos gesehen, wenn stolze, überglückliche Radreisende davor posieren und ihr Siegesfoto machen. Manche kommen nur deswegen hierher. Wie fühlt sich das Ende nun an? Erstaunlich leicht wie ich finde. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, der Seesack sei mir egal. Ganz im Gegenteil, er und sein Inhalt sind mir sehr wichtig. Dann denke ich an Javier und seine Theorie zum Loslassen.

 

Epilog.

In nur 15 Stunden fliege ich die gleiche Strecke zurück, die ich in ebenso vielen Monaten bereist hatte. Verrückte Welt. Mit dem Zug fahre ich vom Flughafen in die Stadt, in der ich aufgewachsen bin. Den restlichen Weg in mein Heimatdorf laufe ich. Es ist kein Zufall, dass meine Reise hier begann und nun an diesem Ort ihr Ende findet. Genau so hatte ich mir das gewünscht.  Als ich den Platz passiere, an dem ich damals abbog, bleibe ich stehen. Der Kreis, der halb über den Globus und durch die Welt meiner Träume und Gedanken gespannt wurde, schließt sich hier.

Um mich herum ist es still und dunkel. Der Wald liegt im Winterschlaf. Vor 15 Monaten war es einer der heißesten Tage, die ich in Deutschland je erlebt hatte und alles strotzte vor Lebendigkeit: feucht, heiß, pulsierend. Der Kontrast könnte kaum deutlicher sein. Ein überladenes Fahrrad, fünf Taschen und eine Gitarre – zurück komme ich mit einer Plastiktüte vom Discounter. Ich muss lachen als ich daran denke, wie oft ich in der Anfangszeit hoffte, jemand würde mir das Fahrrad klauen. Dann hätte ich einfach sagen können: „Gut Freunde, es hat nicht sollen sein, ich wollte ja, aber blablabla“.

Der Wunsch blieb unerfüllt, zeigte aber welche Wiederstände und Triebkräfte im Inneren gegeneinander antraten. Da war und ist die Angst davor, im Mangel zu leben, die mich bewahren will, etwas zu verpassen oder das Falsche zu tun. Großes Kopfkino in Endlosschleife. Am Anfang der Reise dachte ich oft, es bräuchte nur etwas mehr Mut, um trotzdem gehen zu können. Das glaube ich jetzt nicht mehr. Die Kraft, die in der Lage war, mich aus den Gedanken heraus und hinein in die Welt zu ziehen, war die Sehnsucht. Sie speist sich am Mangel, richtet den Blick aber gleichzeitig zur Lösung. Manchmal wirkt das vielleicht wie Mut. Viel wichtiger aber ist, dass sie Lebendigkeit in die Biographie bringt.

Schließlich bleibt aus all den klugen Thesen, Gedanken und Irrtümern, die ich bis hierher hervorgebracht habe, am Ende nur ein ernstgemeinter Rat: Folge deiner Sehnsucht. Jetzt.

fin

Mit im Schnee knirschenden Sohlen gehe ich weiter, atme tief ein, halte die Luft an und als ich nicht mehr halten kann, erkenne ich die Lichter meines Elternhauses.

Vielen Dank für’s Mitreisen.

Auf Wiedersehen, bis dahin, lebe wohl.

Freiheit

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