[Gem]Einsam durch die Wüste.

camping

Sichtlich gelangweilt sieht mein britischer Freund von seinem Teller zu mir auf, wo ein Viertel Grillhuhn und die schlaffsten Pommes südlich des Äquators um Trostlosigkeit wetteifern. Während er eine weitere Gabel schmatzend in sich hinein befördert, fragt er: „Wen willst Du in San Pedro de Atacama eigentlich besuchen?“ Worauf ich ein knappes „Ne‘ Freundin“ herausbringe. Mit vollem Mund hakt er nach: „Eine Freundin. Uuuund?“
„Naja sie hat mir vor ziemlich genau neun Jahren in Indien einmal das Leben gerettet.“ Weiterlesen

Dort wo alle Straßen enden.

darien

„Ich will ehrlich zu dir sein. Neben all dem Scheiß, der dich im Darien Gap erwartet, solltest Du dir Gedanken um deine Nieren machen, die klauen dort sogar Organe“, erklärt mir Jack mit einem ernsten Gesichtsausdruck und einem Nicken, das erwidert werden möchte. Fürsorglich streichelt er den kleinen Affen, der sich auf seinem Bauch zum Mittagsschlaf verkrochen hat. Die Werbebotschaft kam definitiv an, jedoch verlor ich mich in der Vorstellung wie jemand mit einer Kühlbox voller geklauter Nieren durch den Dschungel läuft. Begleitet von einem kameradschaftlichen Schulterklopfer berichtet er weiter, dass ein guter Freund mit seinem Segelboot heute Nachmittag in See sticht und noch einen Platz frei hat. Das Ziel: Kolumbien zum Sonderpreis von 600$ für mich inklusive Innereien und Fahrrad. Etwas irritiert, aber final ohne Ticket, verlasse ich den stickigen Kabuff in dem Jack und sein Äffchen residieren. Weiterlesen