Die Eroberung des Unnützen (III) – InTEAMitäten

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Ohne den Unfall in der Küche, dessen Spuren mich bis ans Festland begleiten und die kleine Papiertaube, die ich später in mein Tagebuch klebe, wäre es wohl ein ganz normaler Tag auf einem Segelboot gewesen. Die etwas in die Jahre gekommene Rennyacht, auf der ich mich befinde, ist mein insgesamt viertes Schiff und ich hoffe, dass sie mich von den karibischen Inseln an das zentralamerikanische Festland bringen wird. Nach beinahe vier Monaten, die ich aufgebracht habe, um den Atlantik zu überqueren, verschwimmen einzelne Situationen zu einem Wust aus Momenten von Hochs und Tiefs, Einsamkeit und Nähe, Tag und Nacht, Essen und Schlafen. Zeit zur Rückschau einer 8000km langen Segelreise. Weiterlesen

Die Eroberung des Unnützen (II) – Hafengeflüster

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Genau wie ihre staubigen Verwandten an Land, folgen auch die großen Wasserstraßen, auf denen ich über den Atlantik reise, historisch geprägten Orten. Einst errichtet von mutigen Händlern, Konquistadoren und Entdeckern, waren sie überlebensnotwendige Oasen in der menschenfeindlichen Umgebung der Ozeane. Angeblich hat Kolumbus auf der gleichen Route Amerika entdeckt. Unter Seglern wird sie verniedlicht „Barfußroute“ genannt, denn die Nähe zum Äquator erlaubt Schuhfreiheit. Auch viele hundert Jahre, nachdem die großen Namen wie Kolumbus, Magellan oder Cortez hier lang fuhren, sind Nadelöhre wie die Kanaren, die Kapverden oder die karibischen Inseln, noch immer Anlaufstelle für all jene, die mit dem Wind reisen.

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