Ecuador (II) – Zu Besuch bei den Recyclistas

ecuadorII

Wie auf einem fliegenden Teppich gleite ich hinab, während sich das metallene Ungetüm, auf dem ich sitze, in Richtung Flussmitte schiebt. Etwas verunsichert, ob ich auf der anderen Seite ankommen werde und was mich dort erwarten wird, umklammere ich meine 5 Taschen so gut ich kann und fixiere mein Fahrrad mit den Füßen. Erst jetzt merke ich, dass das kleine Mädchen mit an Bord ist und irgendwo hinter mir, außerhalb der Gondel, unseren Vortrieb mit rhythmischen Stößen unterstützt. Weiterlesen

Ecuador (I) – Bruder Plattfuß und der Regen.

wolkennest2

Vor mir und Crisa, der Lehrerin bei der ich gerade wohne, stehen zwei Fahrräder und eine Hand voll Kinder mit langen Zöpfen. An diesen besonderen Ort, hoch oben auf 3200 Metern, wurde ich eingeladen, um den Schulkindern der indigenen Gemeinschaft in den ecuadorianischen Anden von meiner Reise zu erzählen und ihnen zu erklären wie man ein Fahrrad repariert. Das dachte ich zumindest. Denn erst als ich dort bin erfahre ich, dass es in der Welt aus der sie jeden Morgen hierher kommen und in die sie abends zurückkehren gar keine Fahrräder gibt.

kinder

Weiterlesen

Unter Fremden und Freunden.

fastfreunde

Es ist einer dieser kalten Abende, die im März noch vorkommen können. Draußen donnert es und es fühlt sich an, als regnete es schon seit Jahren. Wann der Frühling wohl endlich kommen mag? Die Zeitung liegt aufgeschlagen auf dem Tisch und mit Ärger stellst Du fest, dass die große alte Uhr an der Wand schon wieder falsch geht. Während deine Augen über das traurige Papier gleiten fragst Du dich, wo die Sorglosigkeit und Leichtigkeit frühere Jahre geblieben ist. Ein Klingeln an der Tür bahnt sich den Weg Durch das Geräusch prasselnder Regentropfen am Fenster und die Schicht trüber Gedanken in deinem Kopf. Weiterlesen